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Die Corona-Pandemie hat Europa und Deutschland weiter fest im Griff. Ein erster Hoffnungsschimmer kam kurz vor Weihnachten mit der Zulassung des ersten Impfstoffs in der EU. Mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer gibt es einen ersten wirkungsvollen Schutz vor Covid-19 Erkrankungen. Ob auch die Ansteckungsgefahr damit eingedämmt wird, ist noch unklar. 
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Schon kurz nach Weihnachten wurden die ersten Menschen mit dem Vakzin geimpft. In den USA wurde der Impfstoff von Biontech bereits Mitte Dezember zugelassen. Über 600.000 Menschen haben den Impfstoff dort bereits bekommen. Größere Probleme sind nicht bekannt. Mittlerweile wurde auch der Impfstoff von Moderna in der EU zugelassen.

Vier Gründe für schnelle Impfstoffentwicklung

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nennt vier Punkte, warum die Entwicklung des Impfstoffs so schnell ging.
Zeitgewinn durch Wissenschaftliche Beratung
Bereits in einer frühen Phase der Impfstoff-Entwicklung und - Zulassung haben die Herstellerfirmen fortlaufende wissenschaftlich-regulatorische Beratung durch Arzneimittelbehörden erhalten. Dadurch konnten sie u.a. auf inhaltlichen Anforderungen des Zulassungsantrags vorbereitet werden. Daher gestaltet sich der Prozess reibungsloser und vermeidet Verzögerungen.
Zeitgewinn durch Rolling Review
Das neue Rolling-Review-Verfahren hat es möglich gemacht, dass bereits erste Daten "zur Vorab-Bewertung für die Zulassung" abgegeben werden konnten, obwohl die klinische Phase-3-Prüfung noch nicht abgeschlossen war. Der Vorteil daran: Teile des Antragsdossiers können bereits vor der eigentlichen Antragsstellung geprüft, verbessert und bewertet werden. Das verkürzt am Ende die Zeit der Bearbeitung des gesamten Zulassungsantrags, die Bewertung des Impfstoffkandidaten kann früher vorgenommen werden.
Zeitgewinn durch Kombination von klinischen Prüfungsphasen
In der Regel finden die Studienphasen 1, 2 und 3 hintereinander statt. In einer Pandemie geht das nicht. Die Phasen konnten kombiniert werden: Es ist möglich, z.B. organisatorisches - wie die Rekrutierung von Probanden - für zwei Studienphasen in einem Vorgang zu bündeln. Die Phasen können zudem zeitgleich geprüft werden (Phase 1 und 2). das bringt einen Zeitvorteil.
Zeitgewinn durch Forschungswissen zu Coronaviren
Es gibt jahrelange Forschung zu Coronaviren. Auf diesen Arbeiten bauen die Arzneimittel und Impfstoffe, die aktuell vor der Zulassung stehen, auf. SARS-CoV-2 ist noch nicht lange bekannt, aber andere, ähnliche Coronaviren sind schon länger bekannt. Zum Beispiel wenn man an die Epidemie mit SARS-CoV-1 im Jahr 2002/2003 oder MERS i, Jahr 2012 denkt.
Es klingt komisch, aber es ist ein Vorteil, dass grade Pandemie ist. Es gibt viele Krankheitsfälle und viel Aufmerksamkeit für das Thema weltweit. Hinzu kommt, dass es viel umfangreichere Informationen und technologische Möglichkeiten als in der Vergangenheit gibt. In den klinischen Studien wurden jeweils mehr als 30.000 Probanden geimpft, was wesentlich mehr ist als bei anderen Produkten in der Vergangenheit. Die große Datenmenge lässt auch Rückschlüsse über Sicherheit und Wirksamkeit zu.

Wirst du dich impfen lassen, sobald es möglich ist?

Noch ist die Impfung nicht für alle Bevölkerungsgruppen möglich. Du kannst also nicht einfach zum Impfzentrum gehen und eine Impfung bekommen. Sobald dies der Fall ist, wirst du schriftlich informiert und kannst im Internet oder telefonisch einen Termin vereinbaren. Ich werde mich auf jeden Fall impfen lassen.

 Und du?

Aktuelles zu Corona

5. Januar 2021
Corona, Impfstoff und Europa

Die Corona-Lage ist weiter angespannt in Deutschland, aber auch der EU. Hoffnung machen die Impfstoffe, die zugelassen wurden bzw. kurz vor der Zulassung stehen. Der erste in der EU zugelassene Impfstoff war der mRNA Impfstoff von Biontech/Pfizer. Am 22. Dezember erhielt er die Zulassung. Die ersten Dosen wurden bereits am 26. Dezember ausgeliefert und am […]

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6. Mai 2020
Wie geht das Friseurhandwerk mit Corona um?

In der neuesten Folge der CDU Club Night haben Theresa Gröninger und ich mit Martin Eisert von Konkurrenz Hairstyling gesprochen. Was hat er in den gut 7 Wochen Shutdown gemacht? Wie ist er mit den Anträgen für Corona-Hilfen klar gekommen? Welche Vorbereitungen hat er für sich, sein Team und sein Geschäft getroffen? Und was erwartet […]

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4. Mai 2020
Livestreaming von Beiratssitzungen endlich ermöglichen

Am Mittwoch ist wieder Beiratssitzung in Oberneuland. Auf Grund von Corona und den Beschränkungen mit einer Premiere: Die Sitzung findet als Videokonferenz statt. Wäre das eigentlich eine Sache, um sich zu freuen, hat dies auch einen faden Beigeschmack. Denn die Sitzung findet ohne Öffentlichkeit statt. Also abgesehen von Pressevertretern ist keine weitere Öffentlichkeit in der […]

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29. April 2020
Politik in Zeiten von Corona: Livestreams

Die Corona-Pandemie setzt ungeahnte Kräfte frei: Die Digitalisierung findet ihren Einzug in Parlamentsarbeit und in Kommunalpolitik. So wird die nächste Beiratssitzung in Oberneuland per Videokonferenz stattfinden. Parteien machen Livestreamings und Politik so einer noch breiteren Öffentlichkeit direkt zugänglich. Ich finde das gut und mache natürlich mit. So habe ich mir Martin Michalik, MdBB und designierter […]

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2. April 2020
Kreativ durch die Corona-Krise

Seit zwei Wochen gelten nun also schon die Beschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie. Ganz besonders spüre ich das an meinem Terminkalender: Ist sonst fast jeder Nachmittag und Abend mit einer Veranstaltung, Sitzung oder Besprechung geblockt, ist der Kalender nun fast leer. Die erste Woche war das sogar noch ganz angenehm. Mal etwas anderes. Aber so […]

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Simon Zeimke ist Mitglied der CDU Bremen und Mitglied im Beirat Oberneuland. Von der CDU Fraktion der Bremischen Bürgerschaft ist er als Mitglied in die Deputation für Gesundheit und Verbraucherschutz entsandt worden.
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